Nadine Büttiker, Schülerin der Flaacher Sekundarschulklasse 3A, berichtet vom aussergewöhnlichen Besuch der Musiker Heiner Fries (Gesang) und Pierre Alain Kessi (Gitarre):

rockdaddyfotoapparat„Als wir so alt waren wie ihr, war diese Musik absolut angesagt!“, begann der Ex-Krokus-Sänger Heiner Fries die beeindruckende Vorstellung der „Rockdaddies“. Zurzeit ist er eigentlich erkältet und hat zudem auch noch einen gebrochenen Zeh. Dennoch stand das Energiebündel mit voller Kraft vor uns SchülerInnen der Sekundarschule Flaachtal, um uns sein Herzblut für den guten alten Rock zu offenbaren.

Das Programm von Heiner Fries (Gesang) und Pierre Alain Kessi (Gitarre) reichte von den Rolling Stones über die Beatles bis hin zu Eric Clapton und Bob Marley. Mit seiner rauchigen Rockstimme brachte uns Heiner Fries „Klassiker“ wie „Satisfaction“ näher und erklärte uns die gesellschaftlichen sowie biographischen Hintergründe zu deren Entstehung. Diese Songs spiegeln das Lebensgefühl und die aktuellen Themen der 1970er Jahre wieder.


Viele Musiker starben jung. So erfuhren wir vom „Club der 27“. Hierbei handelt es sich um Musiker, die aufgrund ihrer leidenschaftlichen und extremen Lebensweise viel zu früh im Alter von 27 Jahren starben. „Sie haben im Leben einfach zu viel Gas gegeben“, erklärte uns Heiner Fries hierzu. Jedoch haben uns die Mitglieder dieses traurigen Clubs wie beispielsweise Jim Morrison, Janis Joplin, Jimi Hendrix und Brian Jones eine wunderbare Musik hinterlassen, die manchen 15-Jährigen noch heute begeistert.

Auch erzählte uns Heiner Fries die schaurige Geschichte vom Brand des Casinos in Montreux. Dieses Ereignis aus dem Jahr 1971 war der Anlass zu Deep Purples „Smoke on the water“.

Nahezu alle SchülerInnen stampften und klatschten anschliessend hellauf begeistert zu „We will rock you“ von Queen. Besonders ansprechend war für mich die Stones-Hymne „Satisfaction“, die von der Unzufriedenheit der sich unverstanden fühlenden Jugend handelt.

Die Lebensgeschichte von Eric Clapton, der extreme Schicksalsschläge zu ertragen hatte, die bereits sehr früh in seinem Leben begannen, wurde von diesem Ausnahmemusiker in einem seiner traurigsten Lieder verarbeitet: „Tears in Heaven“ ist Claptons vierjährigem Sohn gewidmet, der bei einem tragischen Unfall ums Leben kam. In diesem Lied nimmt Eric Clapton das Gespräch mit dem toten Kind auf.

Der zweite „Rockdaddie“ Pierre Alain Kessi begeisterte uns mit seinen wilden Gitarrensoli. Wir danken den „Rockdaddies“, die trotz gebrochenem Zeh und Erkältung für uns diese grosse Musik auferstehen liessen.